Schmetterlingswand

Schmetterlinge sind vom Ei bis zum fertigen Insekt eine Welt voller Wunder.

In über 100 000 Arten bevölkern sie die Erde. Ihre vier großen Flügel, mit denen sie sonnenselig durchs Licht taumeln oder propellerartig wirbelnd vor den Blüten stehen, sind mit einer Million feinster Farbschuppen bedeckt. Aus 4000 bis 30 000 Facettenlinsen setzen sich ihre großen Netzaugen zusammen. Nicht weniger Riechgruben befinden sich in den langen und vielgliedrigen, fadenborsten- oder keulenförmigen Fühlern.
Aus zahlreichen, über den Leib und die Flügel verstreuten Drüsen verströmen zarte Puderquasten berauschende Düfte, mit denen sich die Geschlechter finden.
Der oft bis körperlange Rüssel erreicht den Nektar im tiefsten Blütengrund. In der Ruhe liegt er unter dem Kopf aufgerollt. Hoch empfindsame Geschmacksorgane, die über 2 400 mal feiner sind als die menschliche Zunge und an den Fußgliedern der langen, schlanken Beine sitzen, weisen ihnen den Weg. Sie signalisieren dem Schmetterling bei der Landung das Aroma der Blume und des Honigs. Fast alle Falter sind Blütenbesucher und ernähren sich von den süßen Säften. Nur wenige haben es auf Faulstoffe, Blut und Schweiß abgesehen.